16.09.2021

Tagung „Psychiatrie in der DDR“

09.09.2021 | Online-Veranstaltung

Das SiSaP-Teilprojekt Greifswald/ Rostock lädt Sie herzlich zur Tagung „Psychiatrie in der DDR“ ein, die der Arbeitsbereich Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Rostock gemeinsam mit der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald und den Partnern des Forschungsverbundes „Seelenarbeit im Sozialismus – SiSaP“ der Universitäten Jena, Erlangen und der FH Dortmund sowie weiteren Expertinnen und Experten aus Berlin, Düsseldorf, Halle/S., Heidelberg, Leipzig, Lübeck und Münster veranstaltet.

Die interdisziplinäre Besetzung ermöglicht unterschiedliche Denkansätze und wird der Diskussion über das, was Psychiatrie in der DDR ausgemacht hat, besondere Impulse verleihen. So wird es neben der Auseinandersetzung mit der Rolle der Psychiatrie innerhalb des staatlichen Gesundheitswesens auch um bestimmte Konzepte und Therapien wie auch um die Frage nach dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Spannungsfeld von Pädagogik und Psychiatrie gehen. Mit der „Visual History“ wird ein etwas anderer Zugang für die Annäherung an das vielschichtige Thema Psychiatrie und Behinderung vorgestellt.

Das Programm finden Sie unter Tagung "Psychiatrie in der DDR"(Link) und weitere Angaben zu dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt „Seelenarbeit im Sozialismus“ unter SiSaP(Link).

Die Tagung findet digital statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach einer formlosen Anmeldung unter: kathleen.haack(at)uni-rostock.de. Der Anmeldeschluss ist der 08.09.2021.

  

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!

Programm

Grußworte

08.30 Uhr - 08.40 Uhr: Harry Glawe (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern)
   
08.40 Uhr - 08.50 Uhr: Prof. Dr. Wolfgang Schareck (Rektor der Universität Rostock)
   
08.50 Uhr - 09.00 Uhr: Prof. Dr. Emil C. Reisinger (Dekan und wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock)
   
09.00 Uhr - 09.10 Uhr: Prof. Dr. Hans Grabe (Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald)
   

Eröffnung der Tagung und Einführung

09.10 Uhr - 09.30 Uhr: Ekkehardt Kumbier (Leiter des Arbeitsbereiches Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Rostock)
   

Gesundheitswesen und Psychiatrie in der DDR - Zwischen vielversprechendem Neuanfang und Mangelwirtschaft (Moderation: Hans Grabe)

09.30 Uhr - 09.55 Uhr: Florian Bruns (Halle/ Saale) Hoffnungsvolle Gründung - Finale Krise. Struktur und Entwicklung des Gesundheitswesens in SBZ und DDR von 1945 bis 1990
   
09.55 Uhr - 10.20 Uhr: Thomas Beddies (Berlin) Neuer Wein in alten Schläuchen? Psychiatrie und psychiatrische Infrastruktur in Berlin (Ost) nach 1945
   
10.20 Uhr - 10.45 Uhr: Rainer Erices (Erlangen) "Offensive der politisch-ideologischen Arbeit" als Rettungsanker? - Herausforderungen in der DDR-Gesundheitspolitik der achtziger Jahre
   
10.45 Uhr - 11.00 Uhr: Kaffeepause
   

Konzepte und Therapien im Wandel (Moderation: Rainer Erices)

11.00 Uhr - 11.25 Uhr: Volker Hess (Berlin) Die Pneumenzphalographie in der deutschen Psychiatrie der Nachkriegszeit
   
11.25 Uhr - 11.50 Uhr: Bernhard Strauß (Jena) Die ambivalente Rolle der Psychotherapie in der DDR
   
11.50 Uhr - 12.15 Uhr: Corinna Lüthje / Antonia Windirsch (Greifswald/Rostock) Arbeitstherapie in der Psychiatrie der DDR aus Sicht der Ärztinnen und Ärzte - eine Betrachtung durch Zeitzeugen
   
12.15 Uhr - 13.45 Uhr: Mittagspause
   

Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld von Pädagogik und Psychiatrie (Moderation: Bernhard Strauß)

13.45 Uhr - 14.10 Uhr: Felicitas Söhner (Düsseldorf) Zum Umgang mit Devianz. Strukturelle Bedingungen und Handlungsspielräume im Spannungsfeld von Heimerziehung und Psychiatrie in der DDR
   
14.10 Uhr - 14.35 Uhr: Heide Glaesmer (Leipzig) Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen während des Aufwachsens in DDR-Kinderheimen und Jugendwerkhöfen und deren psychosoziale Konsequenzen
  
14.35 Uhr - 15.00 Uhr: Christof Beyer / Maike Rotzoll (Lübeck/Heidelberg) "Besondere Einrichtung mit psychodynamischem Touch". Die Kinder- und jugendpsychiatrische Abteilung der Universitätsnervenklinik Halle/Saale
   
15.00 Uhr - 15.30 Uhr: Kaffeepause
   

Visual History: Divergente Zugänge zum Thema Psychiatrie und Behinderung (Moderation: Ekkehardt Kumbier)

15.30 Uhr - 15.55 Uhr: Kathleen Haack / Anton Schrödter (Greifswald/Rostock) Vom "wesensfremden Konsum" - Zum Umgang mit der Alkoholproblematik in einem DDR-Großbetrieb
   
15.55 Uhr - 16.20 Uhr: Christof Beyer (Heidelberg/Lübeck) Ein anderes Bild von Behinderung? Harald Hauswalds fotografische Arbeit für die Stephanus-Stiftung Weißensee
   
16.20 Uhr - 16.55 Uhr: Franz-Werner Kersting (Münster) "Potemkinsche Dörfer"? Die Selbstdarstellung der Psychiatrie im Spiegel  ost- und westdeutscher Anstaltsfilme
   

Abschließende Diskussion und Verabschiedung

Ende ca. 17.30 Uhr